Shop
Galerie
Feedback
Bild1.png

Wir helfen Ihnen, die Ressourcen dort zu investieren, wo Sie die grösstmögliche Wirkung erzielen.

 

Umgang mit herausfordernden Schülern und Klassen

Die Methode der neuen Autorität nach Haim Omer ist aus Sicht des SIG eine der wirkungsvollsten Interventionsmöglichkeiten in heraus-fordernden Situationen. Sie basiert nicht auf Macht, sondern auf Stärke. Wenn Kinder und Jugendliche durch destruktives Handeln ihre Lehrerinnen und Lehrer an die Grenzen bringen, dann sind alternative Handlungsmöglichkeiten gefragt. Genau diese Alternativen bietet die Methode der „neuen Autorität“ mit Hilfe des gewaltfreien Widerstandes und Präsenz. Das Konzept besticht durch seinen hohen Praxisbezug. Dementsprechend können die Teilnehmer/-Innen ihre eigenen Beispiele miteinbringen.

 

Dauer: 2 Tage

Mobile Sozialarbeit an Schulen

 

Ausgangslage

Schulklassen werden immer heterogener und dementsprechend vielfältig ist das Sozialverhalten. Die familiäre Situation vieler Kinder ist ungünstig. Diese Faktoren führen oft zu grossen sozialen Herausforderungen in Schulklassen. Viele Schul-leitungen und Lehrpersonen wünschen sich darum, dass die Gemeinde Schulsozialarbeit (SSA) einführt. Eine fest installierte SSA ist auch im Sinne des SIG. Leider wird dieses wichtige Vorhaben von einigen Gemeinden abgelehnt. Für diese Schulen hat das SIG eine Lösung in Form der mobilen Sozialarbeit entwickelt.

Die drei Bausteine der mobilen Sozialarbeit

Die drei Bausteine müssen alle vollumfänglich umgesetzt werden. Nachfolgend werden sie kurz darstellt und danach einzeln im Detail beschrieben.

Baustein 1: Gesamtschulische Präventionsarbeit

 

Die Schule betreibt eine breit abgestützte Präventionsarbeit auf den Stufen „Lehrpersonen“, „Eltern“ und „Kinder“. Alle ziehen am gleichen Strick und setzen sich für ein positives Klassen- und Schulklima ein. Die mobile Sozialarbeit kommt im Rahmen der Präventionsarbeit mehrmals pro Jahr in engen Kontakt mit Lehrpersonen, Eltern und Kindern. Dadurch sind diese auch offen, bei Bedarf Hilfe zu holen.

Baustein 2: Schulung Lehrpersonen im Umgang mit heraus-fordernden Situationen

Oft sagen Lehrpersonen nach Unterstützung durch die mobile Sozialarbeit: „Schade, habe ich die eingesetzte Methode nicht schon vorher gekannt – ich wäre nie in diese Eskalation geraten.“ Darum schult das SIG die Lehrpersonen in den wichtigsten Methoden im Umgang mit herausfordernden Situationen und stellt viele praktische Hilfsmittel zur Verfügung, damit die Lehrperson sofort griffige Ideen erhält, um die Situation zu entschärfen.

 

Baustein 3: Unterstützung in herausfordernden Situationen

 

Die mobile Sozialarbeit steht bei Bedarf zur Verfügung, um unterstützend zu wirken. 

 Detailinfos Baustein 1
(Gesamtschulische Präventionsarbeit)

Vom Kindergarten bis zur Oberstufe kann flächendeckend mit der gleichen Präventionsmethode gearbeitet werden. Diese beinhaltet folgende Themen, die allen Kindern einer Gemeinde altersgerecht trainiert werden:

 

  • Aufhören, bevor jemand „Stopp“ sagen muss
  • Sich geschickt und eigenverantwortlich in einer Gruppe bewegen
  • Konflikte lösen
  • Aufgeheizte Situationen abkühlen
  • Prävention sexueller Übergriffe
  • Teamfähigkeit

 

Jedes Kind eines Pausenplatzes kann dank der einheitlichen Methode von jeder Lehrperson im Falle einer herausfordernden Situation gleich angesprochen werden.

 

Zuerst werden die Lehrpersonen in der Umsetzung der Methode geschult. Danach installiert die mobile Sozialarbeit die Bausteine in den Klassen und bei den Eltern. Die Schule und die mobile Sozialarbeit sorgen danach dafür, dass die Präventionsmethode im ganzen Schulhaus erhalten bleibt und in den Alltag einfliesst.

 

Detailinfos Baustein 2
(Schulung Lehrpersonen im Umgang mit heraus-fordernden Situationen)

Die Lehrpersonen werden in folgenden Themenbereichen geschult. In praxisorientierten Leitfäden des SIG können sie jederzeit Ideen nachlesen, wie in konkreten Situationen verfahren werden kann. Das ganze Lehrpersonenteam eines Schulhauses arbeitet mit den gleichen Methoden und zieht in die gleiche Richtung. Folgende Themen werden geschult bzw. berücksichtigt:

  • Gemeinsame Haltung entwickeln
  • Disziplinprobleme wirksam entschärfen
  • Umgang mit herausfordernden Kindern
  • Konflikt- und Gewaltsituationen wirksam und nachhaltig abkühlen
  • Ungünstige gruppendynamische Prozesse positiv beeinflussen (z.B. Mobbing entschärfen)
  • Umgang mit herausfordernden Eltern
  • Selbststärkung in kräftezehrenden Momenten
  • Kinderschutzmassnahmen: Gefährdung erkennen und professionell reagieren.

 

Detailinfos Baustein 3
(Unterstützung)

Das Modell beruht darauf, das System „Schule“ zu stärken, möglichst viele Herausforderungen selber präventiv und im Notfall deeskalierend angehen zu können. Die Investitionen in die Bausteine 1 und 2 sind fix und können jährlich von der Gemeinde exakt budgetiert werden. Die Gemeinde bewilligt zusätzlich jährlich ein Budget für die mobile Schulsozialarbeit. Der Finanzbedarf ist in diesem Bereich schwankend. Gerne berät das SIG die Gemeinde, wie sie diese Schwankungen finanzierungstechnisch lösen kann.

 

Wenn die mobile Sozialarbeit zweimal jährlich mit den Klassen arbeitet, erkennt sie auch selber in gewissen Klassen bzw. bei gewissen Kindern den Bedarf einer weiteren Begleitung oder für das Einleiten von Kinderschutzmassnahmen. Gemeinsam mit den Lehrpersonen wird so eine professionelle Früherkennung betrieben.