Das SIG ist spezialisiert auf situationsbezogene Gewalt-prävention an Volksschulen und das Vermitteln von Fachleuten.

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Schweizerisches Institut für Gewaltprävention

Das Schweizerische Institut für Gewaltprävention (SIG) ist spezialisiert auf Gewaltprävention und Intervention an Volksschulen. Da jede Schule andere Bedürfnisse und zeitliche bzw. finanzielle Ressourcen hat, stimmt das SIG seine Konzepte genau auf die Situation vor Ort ab.

Die Schulen haben mit dem SIG einen einzigen Ansprechspartner, an den sie sich mit allen Fragen rund um Prävention und Intervention im Gewaltbereich wenden können. Dies ist dank der breiten fachlichen Basis des SIG möglich.

Fachliche Basis

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Das SIG hat seine 8 Mitarbeitenden so ausgewählt, dass bereits die wichtigsten Fachbereiche abgedeckt sind.

Netzwerk
Das SIG hat sich ein Netzwerk mit über 200 öffentlichen und privaten Institutionen in der Schweiz und dem angrenzenden Ausland aufgebaut und deren Arbeitweise genau studiert. Dadurch ist es möglich, auf Anfrage Fachleute aus allen Bereichen der Prävention und Intervention zu vermitteln.

Alle natürlichen und juristischen Personen können das SIG für das Vermitteln von Fachleuten anfragen, zum Beispiel für Beratung, Kursleitung, Vorträge, Intervention usw.

Aktueller Stand der Arbeiten auf Bundesebene

Der Bundesrat hat mit Verabschiedung des Berichtes „Jugend und Gewalt“ am 20.5.2009 das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) damit beauftragt, ein Konzept für ein gesamtschweizerisches Programm zur Prävention und Bekämpfung von Jugendgewalt zu erarbeiten. Dieses umfasst analog zum Bundesratsbericht die Themenfelder "Familie", "Schule" und "Sozialraum". Die für die Ausarbeitung eingesetzte tripartite Arbeitsgruppe setzte sich aus VertreterInnen von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen. Thomas Richter vom SIG wurde neben weiteren Fachpersonen vom BSV eingeladen, die Arbeiten beratend zu begleiten. 

Ab dem Jahre 2011 wird das Programm auf den Stufen "Familien", "Schulen" und "Sozialraum" umgesetzt. Es beinhaltet folgende Punkte:

  • Vernetzen der kommunalen Gewaltpräventionsverantwortlichen
  • Erfassen bestehender Präventionsangebote
  • Publizieren von "Good Practice" Methoden
  • Aufbau eines Beraterpools
  • Evaluation ausgewählter Methoden.

Das Programm läuft während einer Dauer von 5 Jahren.

Philosphie des SIG

  • Umfassende Dienstleistungen im Bereich Gewaltprävention mit nur einem Ansprechspartner 
  • Keine pfannenfertigen Lösungen, sondern Eingehen auf die spezifischen Bedürfnisse, Ressourcen und Gewaltprofile vor Ort
  • Umfassende Sicht der Gewaltprävention (=Massnahmen auf Ebene Kind, Schule, Familie, Gemeinde, Polizei...) 
  • Multiplikatorensystem: Die auftraggebenden Institutionen werden befähigt, das Thema "Gewaltprävention" selber nachhaltig anzugehen 
  • Früh im Kindesalter mit Gewaltprävention beginnen. Danach Berücksichtigung aller Altersstufen an einer Schule 
  • Berücksichtigung aller Eskalationsstufen eines Konfliktes - von "Stärkung der Sozialkompetenz", "gewaltfreiem Umgang" über "Deeskalation" und "Selbstbehauptung" bis zu "deeskalierenden Selbstschutztechniken"
  • Möglichst flächendeckendes Arbeiten
  • Wirkungsvolle Gewaltprävention muss nicht teuer sein, wenn das Konzept genau an die Situation vor Ort angepasst ist.